Gastropexie
Die Gastropexie ist eine chirurgische Methode zur Vorbeugung einer Magendrehung. Dabei wird der Magen an der Bauchwand fixiert, um ein erneutes Verdrehen zu verhindern. In der Tierklinik Lindenhof wird dieser Eingriff sowohl als Notfallmassnahme nach einer Magendrehung als auch vorbeugend bei gefährdeten Hunden minimalinvasiv durchgeführt.
Was ist eine Gastropexie?
Die Gastropexie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Magen dauerhaft an der Bauchwand befestigt wird.
Ziel dieser Operation ist es, eine Drehung des Magens (Magendrehung oder Torsio ventriculi) zu verhindern.
Dabei wird ein kleiner Teil der Magenwand mit der Bauchwand vernäht, sodass der Magen in seiner natürlichen Lage stabilisiert bleibt und sich nicht mehr um die eigene Achse drehen kann.
Dieser Eingriff kann sowohl prophylaktisch als auch im Rahmen einer Notoperation erfolgen – etwa nach einer bereits durchgemachten Magendrehung.
Wann ist eine Gastropexie sinnvoll?
Die Gastropexie wird vor allem bei grossen, tiefbrüstigen Hunderassen empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung haben.
Zu diesen zählen unter anderem:
Deutsche Dogge, Schäferhund, Setter, Weimaraner, Bernhardiner, Labrador Retriever und Boxer.
Auch bei älteren Hunden oder solchen mit bekannten Magenproblemen kann eine prophylaktische Gastropexie sinnvoll sein.
Sie bietet eine wirksame und dauerhafte Absicherung gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung.
Chirurgische Verfahren
Die Gastropexie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden – klassisch offen oder minimalinvasiv.
In der Tierklinik Lindenhof bevorzugen wir die laparoskopisch assistierte Gastropexie, ein schonendes Verfahren, bei dem nur kleine Hautschnitte notwendig sind.
Vorteile dieser Methode:
- Geringere Schmerzen und schnellere Heilung
- Kleine, kosmetisch unauffällige Narben
- Kürzere Narkosezeit
- Geringeres Risiko postoperativer Komplikationen
Der Eingriff kann auch mit einer laparoskopischen Kastration kombiniert werden, wodurch nur eine Narkose erforderlich ist. Diese Kombination ist besonders bei jungen, grossen Hündinnen empfehlenswert.
Ablauf der Operation
Der Hund wird in Vollnarkose gelegt und auf einem speziellen Operationstisch positioniert.
Durch zwei bis drei kleine Hautschnitte wird der Bauchraum mithilfe einer Kamera (Endoskop) sichtbar gemacht. Anschliessend wird der Magen an der vorgesehenen Stelle fixiert und mit der Bauchwand vernäht.
Der Eingriff dauert in der Regel weniger als eine Stunde und kann meist ambulant durchgeführt werden.
Nach der Operation bleibt der Hund kurzzeitig zur Beobachtung in der Klinik und kann häufig noch am selben Tag nach Hause gehen.
Nachsorge und Heilung
Die Heilung nach einer laparoskopischen Gastropexie verläuft in der Regel sehr schnell.
Bereits wenige Tage nach dem Eingriff sind die Tiere wieder fit.
Zur Unterstützung der Wundheilung empfehlen wir:
- einige Tage Ruhe und Leinenführung,
- keine wilden Spiele oder Sprünge,
- Kontrolle der kleinen Einstiche auf Rötung oder Schwellung.
Medikamente zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung werden individuell angepasst. Die Fäden werden – falls erforderlich – nach 10 bis 14 Tagen entfernt.
Vorsorgliche Gastropexie – eine lebensrettende Entscheidung
Eine prophylaktische Gastropexie kann Ihrem Hund im Ernstfall das Leben retten.
Viele Halterinnen und Halter entscheiden sich für diesen Eingriff, wenn ihr Tier zur Risikogruppe gehört oder ohnehin ein geplanter chirurgischer Eingriff ansteht.
Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie ausführlich, ob eine Gastropexie für Ihren Hund empfehlenswert ist.
Unser Anspruch – Sicherheit durch Erfahrung
In der Tierklinik Lindenhof kombinieren wir chirurgische Präzision mit modernster Technik und individueller Betreuung.
Ob vorbeugend oder im Notfall: Unser erfahrenes Chirurgenteam sorgt für höchste Sicherheit, schonende Narkoseführung und optimale Heilungsergebnisse – damit Ihr Tier geschützt bleibt.
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