Wildvogel gefunden – was tun?
Einen Wildvogel gefunden? Erfahren Sie, wann Sie helfen sollten – und wann es besser ist, den Vogel in Ruhe zu lassen.
Immer wieder werden gefundene Wildvögel gemeldet. Wichtig ist: Nicht jeder Vogel braucht Hilfe. In vielen Fällen ist es das Beste, das Tier in Ruhe zu lassen und nur aus sicherer Distanz zu beobachten.
Ein häufiger Irrtum ist, dass man Vögel nicht anfassen dürfe. Das ist nicht korrekt. Sie können einen Vogel vorsichtig aufnehmen – am besten mit einem Tuch, um sich vor möglichen Abwehrreaktionen zu schützen.
Jungvögel: Nestling oder Ästling?
Nestlinge sind noch wenig befiedert, sitzen im Nest und haben oft einen deutlich sichtbaren gelben Schnabelrand. Diese Jungvögel sollten – wenn möglich – zurück ins Nest gesetzt werden.
Ästlinge sind bereits besser befiedert, stehen oder hüpfen am Boden und versuchen zu flattern. Die Eltern sind in der Regel in der Nähe und versorgen das Tier weiterhin. In diesem Fall genügt es, den Vogel auf einen Ast oder in eine geschützte Hecke zu setzen.
Ist der Vogel verletzt oder geschwächt?
Setzen Sie den Vogel vorsichtig in eine mit Zeitung ausgelegte Kartonschachtel mit Luftlöchern. Lassen Sie ihn für 1–2 Stunden an einem ruhigen, dunklen und nicht zu warmen Ort zur Ruhe kommen.
Gerade nach einem Zusammenstoss mit einer Fensterscheibe erholen sich viele Vögel und können anschliessend wieder freigelassen werden.
Zeigt der Vogel weiterhin Auffälligkeiten wie Gleichgewichtsstörungen, Seitenlage oder wirkt er apathisch, sollte fachkundige Hilfe in Anspruch genommen werden.
Anlaufstellen für Wildvögel
- Wildvogelpflegestation Walter Zoo (SG): 076 441 34 23
- Wildvogel- und Reptilienstation Kreuzlingen (TG): 079 817 65 61
Wichtig: Bitte immer zuerst telefonisch Kontakt aufnehmen.
Wann zum Tierarzt?
Bei schweren Verletzungen oder wenn keine Pflegestation erreichbar ist, dürfen Sie sich auch direkt an uns wenden.
Besonderheit: Brieftauben
Gefundene Brieftauben können anhand ihrer Ringnummer identifiziert werden. Über entsprechende Online-Datenbanken lässt sich der Besitzer ermitteln. Dort finden Sie auch Hinweise zur vorübergehenden Pflege und Fütterung.
© Tierklinik Lindenhof












